Presseinformation

19.12.2006

Letzter "Altlastenzug" verlässt Kirchmöser

Am Donnerstag, 21.12.2006, wird der letzte „Altlastenzug“mit kontaminierten Boden aus dem Gewerbe- und Industriegebiet (GI) Kirchmöser-Süd den Brandenburger Ortsteil verlassen. Wie Hans-Joachim Freund, Leiter der städtischen Projektgruppe Kirchmöser, in diesem Zusammenhang mitteilt, wurden seit dem Beginn der Transporte am 12.09.2006 auf dem Schienenweg insgesamt ca. 54.000 t der übel riechenden Altlasten abtransportiert. Dies entspricht 1.649 Lkw-Ladungen oder 30 Lkw-Fahrten pro Tag, die dadurch nicht über die Straßen der Region „rollen“ mussten.

 

Die Beladung der Waggons begann immer morgens um 04.15 Uhr und musste um 11.00 Uhr abgeschlossen sein. Anschließend wurde der Zug zusammengestellt und parkte auf der Gleisharfe unterhalb des Bahnübergangs, um dann um 11.55 Uhr planmäßig Einfahrt in den Bahnhof Kirchmöser zu erhalten. Von dort ging es über das Netz der DB AG zur Entsorgungsanlage der AFU-GmbH, einer Bodenbehandlungsanlage in Berlin-Niederschönhausen. Ankunft des beladenen Zuges war dort regelmäßig gegen 13.30 Uhr. Der belastete Boden wurde entweder dort gewaschen oder zu weiteren Bodenbehandlungsanlagen transportiert. Die Rückfahrt des geleerten Zuges in Berlin begann um 22.00 Uhr. Die Ankunft in Kirchmöser war dann gegen Mitternacht.

 

Mit der Abfahrt des letzten „Altlastenzuges“ werden die stark geruchsintensiven Aushubarbeiten an der Gasgeneratorenstation im Wesentlichen abgeschlossen sein. Insoweit müssen die in der Nachbarschaft wohnenden Kirchmöseraner über Weihnachten und Silvester keine Geruchsbelästigungen erdulden. Bis zum 26.01.2007 werden die gesamten Maßnahmen an der Gasgeneratorenstation beendet sein. Anschließend folgt der Rückbau der Baustelle bis Ende Februar. Die Arbeiten in den am höchsten belasteten Bereichen sind somit noch im Jahre 2006 abgeschlossen worden. Die Geruchsbelästigungen im kommenden Jahr werden stetig geringer und auch nur noch für wenige Tage bemerkbar sein.

 

Hans-Joachim Freund: "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Projektgruppe Kirchmöser bedanken sich bei allen Kirchmöseranern ganz herzlich für das Verständnis und die mit sehr viel Geduld ertragene Geruchsbelästigung."