Presseinformation

31.05.2012

Pflegestützpunkt Brandenburg an der Havel vor zwei Jahren eröffnet

Rund 1800 Menschen nutzten die Beratung „aus einer Hand“

 

Zwei Jahre nach der Eröffnung ziehen die Partner des Pflegestützpunktes Brandenburg an der Havel eine positive Bilanz. Bisher zählten die Berater und Beraterinnen ca.1800 Kontakte. Der neutrale Pflegestützpunkt wird von der Stadt Brandenburg an der Havel und der AOK Nordost getragen und steht den Versicherten aller gesetzlichen Krankenkassen offen. Neben den Beratungen in den am 31. Mai 2010 eröffneten Räumen in der Stadtverwaltung bzw. bei Hausbesuchen konnten viele Anfragen zu Pflegeleistungen darüber hinaus telefonisch geklärt werden. In der Mehrzahl fragten Angehörige von pflegebedürftigen Menschen nach Unterstützung.


„Ich freue mich, dass der Pflegestützpunkt von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Brandenburg an der Havel so gut angenommen wird“, sagt Dr. Dietlind Tiemann, Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg an der Havel. „Die Zusammenarbeit zwischen den Pflegekassen und unseren Sozialberaterinnen hat sich bewährt, wir bieten im Pflegestützpunkt erfolgreich Hilfe aus einer Hand an.“


„Das Thema Pflege wird in unserer stetig alternden Gesellschaft immer wichtiger. Um die nicht immer einfache Betreuung des Partners oder eines Angehörigen meistern zu können, spielen Information und Beratung für die pflegenden Familien eine herausragende Rolle“, sagt Dr. Katharina Graffmann-Weschke, Geschäftsbereichsleiterin Pflegestützpunkte der AOK Nordost. „Bereits seit 2008 stehen wir mit qualifizierten Pflegeberaterinnen und Pflegeberatern unseren brandenburgischen Versicherten mit Rat und Tat zur Seite. In enger Kooperation mit der Stadt Brandenburg an der Havel bieten wir im Pflegestützpunkt seit zwei Jahren eine noch umfassendere und zugleich neutrale Beratung an“, so Dr. Katharina Graffmann-Weschke.


Pflegeberater Ralph Labuda weiß, dass viele Betroffene eine kompetente Anlaufstelle im Ernstfall dringend benötigen: „Wenn ein Pflegefall in der Familie auftritt, stehen die Betroffenen und Angehörigen vor einem Berg von Fragen. Hier zeigen wir die verschiedenen Hilfs- und Unterstützungsangebote auf.“


Im Beratungsalltag helfen die Experten und Expertinnen der Pflegekassen und der Stadt Brandenburg nicht nur beim Ausfüllen von Pflegeanträgen. Die umfassende Beratung rund um das Thema geht weit darüber hinaus. Die Fragen umfassen Themen wie Hilfsmittel und Rehabilitationsmaßnahmen, Unterstützung bei der Suche nach Haushaltshilfen oder bei der GEZ-Befreiung. Viele Fragen betreffen u. a. auch die Suche nach geeigneten ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, wie z. B. betreutes Wohnen oder Pflegeheime. Als Beratungsschwerpunkte haben sich außerdem Fragen zur Verhinderungs- und Kurzzeitpflege, zu Tagespflegeangeboten und zur Pflegezeit herauskristallisiert.


Aber in der Beratung geht es nicht nur um Pflegeleistungen, sondern auch um weitere Hilfen im sozialen Bereich, wie zum Beispiel „Essen auf Rädern“, den altersgerechten Umbau der Wohnung oder um die Vermittlung von Selbsthilfeangeboten für die pflegenden Angehörigen.


In diesem Jahr wird der Tag der offenen Tür am 19.09.2012 in der Wiener Straße 1 stattfinden, auf Grund der vielen Beratungen zum Thema „Wohnen“, wird sich dieser Tag mit der Thematik „Wohnen im Alter“ auseinandersetzen. Neben Informationen am Vormittag wird es am Nachmittag einen „Markt des Wohnens“ geben, wo sich die Bürger und Bürgerinnen informieren können.


Der Pflegestützpunkt Brandenburg an der Havel, Wiener Straße 1, ist dienstags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr sowie donnerstags von 7.30 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr geöffnet.
Telefonisch erreichbar ist der Pflegestützpunkt unter 03381 / 3064039, sowie 5849-80 und -81. Beratungstermine – zum Beispiel auch für Hausbesuche – sind nach telefonischer Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

 

 

Hintergrund:
Insgesamt leben in Brandenburg etwa 86.800 Pflegebedürftige. Die AOK Nordost kümmert sich im Land Brandenburg um rund 63.200 Menschen, die Leistungen der Pflegekasse beziehen.* Drei Viertel der Betroffenen werden dabei zu Hause betreut, knapp ein Viertel in Heimen.
*Quelle: Statistischer Bericht „Ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen sowie Empfänger von Pflegeleistungen im Land Brandenburg 2009“, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (erschienen  2010).