Presseinformation

25.05.2012

Weltnichtrauchertag am 31.05.2012

Am 31.05.2012 ist der seit 1987 durch die WHO begründete Weltnichtrauchertag. Der Tag gibt jedes Jahr Anlass für Aktionen und Initiativen der Gesundheitsorganisationen. In Deutschland koordiniert die Deutsche Krebshilfe e.V., die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Aktionsbündnis Nichtrauchen diese Aktionen.

Rauchen ist nicht nur ein „modernes“ Alltagsproblem, die Geschichte des Rauchens zieht sich durch alle Zeitepochen.

 

Eine Neue Sorte des Rauchens ist das sogenannte „Shisha“. Diese Art des Rauchens kommt aus dem Arabischen Raum, wo durch eine Wasserpfeife Tabak mit verschiedenen Geschmackssorten geraucht wird. Bei Jugendlichen ist dies eine beliebte Art zu Rauchen, in Gesellschaft wird sich eine Wasserpfeife geteilt. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass Wasserpfeiferauchen gesünder ist als die herkömmliche Zigarette. Beim Rauchen mit der Shisha werden mehr Gifte als mit der gewöhnlichen Zigarette aufgenommen. Zusätzlich können sich Krankheiterreger am Mundstück sammeln und weitergegeben werden.

Seitdem die gesundheitsschädigenden Folgen des Rauchens und des Passivrauchens wissenschaftlich festgestellt und durch das Bundesverfassungsgericht 1997 anerkannt wurden, wird das Thema öffentlich verstärkt wahrgenommen, diskutiert und dagegen vorgegangen. In den letzten Jahren wurden Gesetze durchgesetzt, die das Kaufen und Konsumieren von Zigaretten erst ab 18 Jahren gestatten und ein Rauchverbot in Gaststätten und in öffentlichen Einrichtungen durchsetzen.

 

Positives ist auch in Zahlen zu berichten, in den letzten Jahren stieg der Anteil von nichtrauchenden Kindern und Jugendlichen. Laut Studien der BZgA sank der Anteil der Raucher/- innen im Alter von 12 - 17 Jahren von 23 % Raucher/-innen in 2004 auf 13 % in 2012. Dies ist ein historischer Tiefstand, der nicht ohne zahlreiche Mühen erreicht wurde. Durch Aktionen, wie Plakate, Postkarten, Anzeigen in Zeitschriften, Mitmachaktionen an Schulen, Stände bei Jugendtagen, Internet und Werbeauftritten konnte solch eine Nichtraucherzahl unter den Jugendlichen erreicht werden.

 

Jugendliche und Kinder begreifen mehr und mehr, dass sie sich nicht über die Zigarette profilieren müssen. Nichtrauchen wird zum Trend, so wird auch auf Internetplattformen, wie Twitter, Facebook und Co. mit Nichtrauchergruppen und Sprüchen geworben. Ex-Raucher/-innen oder Jugendliche, die noch nie angefangen haben zu rauchen, werden anerkannt. 

 

Die BZgA stellt auf ihrer Internetseite zahlreiche Hilfen und Antworten auf Fragen für Raucher/-innen, die aufhören wollen oder sich kundig über das Rauchen machen, bereit. Es wird ein Test angeboten, um heraus zu finden, ob die Bereitschaft da ist, mit dem Rauchen aufzuhören. Ein vierwöchiges Programm zur Raucherentwöhnung kann auf der Internetseite genutzt werden. Ein Community-Talk als Onlineplattform für Betroffene zur gegenseitigen Unterstützung im schweren Kampf um mit dem Rauchen abzuschließen, ist eingerichtet und wird genutzt.

 

Nicht nur die BZgA bietet Rauchern/-innen eine Plattform. Die Angebote der Kontakt- und Drogenberatungsstelle SOMATRiX richten sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die bereits Erfahrungen mit legalen und illegalen Drogen gemacht haben. Träger ist die AH Evangelische Abhängigenhilfe Brandenburg/Havel e.V. Um einer möglichen Suchtentwicklung vorzubeugen, wird ein niederschwelliges für Jeden zugängliches Angebot an Informationen, Aufklärung und Beratung vorgehalten. Nach den Sommerferien 2012 werden von der AH Evangelische Abhängigkeitshilfe Brandenburg/Havel e.V. Rauchentwöhnungskurse angeboten. Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie auf der Homepage: www.ah-brandenburg.de.

Am Weltnichtrauchertag werden in den Eingangsbereichen der Stadtverwaltung Brandenburg an der Havel (Wiener Str. 1, Klosterstraße 14, Nicolaiplatz 30, Friedrich Franz Str.19)  sowie im Sicherheitszentrum in der Steinstr. 66,  Broschüren und Mitnehmartikel ausliegen.